Kurt und Ursula Schubert Archiv


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Jesus in seiner Umwelt
In dieser kurzen Materialsammlung von Professor Kurt Schubert diskutiert der Autor das Verhältnis von Jesus zu den Religionsparteien der Pharisäer, der Essener und der Sadduzäer.

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Jüdische Kunst / Mekavel
Professor Kurt Schubert diskutiert in dieser Materialsammlung die jüdische Kunst in der Antike und in der Auslegung der Rabbinen. Behandelt werden unter anderem die unterschiedlichen Positionen zum Thema bildliche Darstellung im Judentum.

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Vortrag: Heilsgeschichte und Geschichtsphilosophie
In diesem Vortrag von Professor Kurt Schubert, welcher in Wien am 3. November 1976 gehalten wurde beschreibt er das Verhältnis zwischen Wissenschaftsgeschichte und Bibel. Des Weiteren bespricht der Autor das Thema der Methodik für die Erforschung von biblischen Texten.

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Vortrag: Warum nicht Pfarrer Josef Deckert Platz?
In diesem Vortrag beschäftigt sich Professor Kurt Schubert mit dem antisemitisch gesinnten Pfarrer Josef Deckert. Vor dem Hintergrund der Umbenennung eines nach dem Pfarrer benannten Platzes hielt Schubert in Wien am 7. November 1989 diesen Vortrag. Der Autor zeichnet hier die Lebensgeschichte Deckerts nach und zeigt den Antisemitismus deutlich auf. Beiliegend war eine Kopie des Artikels von Peter A. Schauer "Der Fall Deckert" (Wien 1989) und eine Kopie der Bibliographie "Katholisch-antisemitische Schriften des Pfarrers Jos. Deckert"

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Activity Update 2016 / 2017: Center of Jewish Art, Hebrew University Jerusalem
In diesem Jahresupdate in englischer Sprache werden die Aktivitäten des Center for Jewish Art (Hebrew University, Jerusalem) besprochen. Darunter befindet sich auch ein Eintrag zu den "Kurt and Ursula Schubert Archives of Hebrew Illuminated Manuscripts", sowie zur Zusammenarbeit mit dem Kurt und Ursula Schubert Archiv an der Universität Wien.

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Die antijüdische Polemik gegen den Talmud und ihre Widerlegung
Diese Notizsammlung von Professor Kurt Schubert beschreibt die christliche Position gegen den Talmud und erklärt als "anti-christlich" deklarierte Stellen, durch unterschiedliche Epochen hindurch.

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Antisemitismus als Reaktion auf die Aufklärung
In diesem Text skizziert Professor Kurt Schubert die Verbindung zwischen Antisemitismus und Aufklärung. Die Thematik der jüdischen Identität im Schatten von antisemitischer Propaganda zieht sich als Leitmotiv durch den Text.

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Die Apokalyptik
Diese Materialsammlung von Professor Kurt Schubert diskutiert die Apokalypse in Stichwörtern anhand unterschiedliche Perspektiven (z.B. der Pharisäer). Das Thema wird aufgegriffen in einem Artikel von Professor Schubert in Bibel und Lithurgie 50 (1977), S. 104-113.

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Kunst als Trägerin von Tradition und Erinnerung (Neuwaldegg 11.11.1991)
Im Anschluss an den Gedenktag der Reichsprogromnacht Besonders die Feiertage Pesach und Purim sind mit Erinnerung und Gedenken beschäftigt Der biblische Bund mit Gott und die Hoffnung auf die Ankunft des Messias ermöglicht es den Juden, den Verfolgungen standzuhalten Pesach, Purim und Gottesbund schlagen sich auch in der jüdischen Kunst nieder Pesach: Auszug der Israeliten aus Ägypten: Synagoge von Dura Europos; Vogelkopf-Haggada: Auszug aus Ägypten und Verfolgung durch das pharaonische Heer (mit Hinweis auf Rudolf von Habsburgs Verfolgung des R. Meir von Rothenburg); Sefardische Haggadot (British Library, Or. 2737, Sarajevo Haggada); gedruckte Haggadot (Venezianische Haggada) Purim: Kaniel Megilla: Estergeschichte Bund mit Gott: Synagoge von Dura Europos – Bindung des Isaak; Synagoge von Beth Alpha – Bindung des Isaak; Vogelkopf-Haggada – Gesetzesübergabe am Sinai; Dresdner Machsor: Gesetzesübergabe am Sinai; Regensburger Pentateuch – Bindung des Isaak, Gesetzesübergabe am Sinai Endzeitliche Szenen: Vogelkopf-Haggada – Garten Eden und himmlisches Jerusalem; Sarajewo Haggada – himmlischer Tempel; Zweite Nürnberger Haggada – Elias (s. Auch in der Mantua Haggada) Diese Themen scheinen auch in der Illustration moderner Haggadot auf (Siegmund (Ascher) Forst, 1949 (Autorin: Katrin Kogman-Appel) Das dazugehörige Bildmaterial, welches vom Center of Jewish Art (Hebrew University, Jerusalem) zusammengestellt wurde findet sich unter: http://phaidra.univie.ac.at/detail_object/o:525996

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Die Kunst des Spätantiken Judentums und ihre Bedeutung für die frühchristliche Ikonographie
Die Materialsammlung von Professor Kurt Schubert beinhaltet unterschiedliche Beispiele jüdischer und christlicher Bildkunst. Auch werden die unterschiedlichen Positionen zur Darstellung von Kunst in den Religionsparteien diskutiert.

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Artikel: Die Ökumene aus Christen und Juden - der Weg zur Überwindung des gegenseitigen Antagonismus
Diese frühe Version zu einem Artikel von Professor Kurt Schubert, welcher noch mit handschriftlichen Korrekturen versehen wurde beschäftigt sich mit dem christlichen Antijudaismus und Antisemitismus, sowie mit modernen Entwicklung hin zu einem Dialog zwischen den beiden Religionen. 1997 wurde er im Jüdischen Echo veröffentlicht.

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Artikel: Judenhass - Schuld der Christen?!
Dieser Artikel von Professor Kurt Schubert zum christlichen Antisemitismus beziehungsweise Antijudaismus behandelt unterschiedliche Epochen und Textbeispiele. Veröffentlicht wurde er in "Bibel und Liturgie", Nr. 71, 1998

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Artikel: Die Bedeutung des Maimonides für die Hochscholastik
Dieser Text von Professor Kurt Schubert diskutiert ausführlich den Philosophen Maimonides im Bezug auf seine Lehren und Biographie. Thematiken wie Offenbarung, Prophetie und Attributenlehre werden besprochen. Der Text ist mit zahlreichen Anmerkungen versehen, eine weiterentwickelte Version erschien in Kairos 10, 1968, S. 2-18.

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Artikel : Warum "Land Israel" - und nicht "Palästina"?
Artikel von Professor Kurt Schubert, welcher 1998 im "Jüdischen Echo" (Nr. 47) erschien beschäftigt sich mit einer Begriffsgeschichte des Wortes "Israel." Anbei finden sich handschriftliche Korrekturen von Professor Kurt Schubert.

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Assimilierungstendenzen vom 3.-18. Jh. (Tagung: Problem der jüdischen Identität von der Antike bis zur Gegenwart)
Problem der jüdischen figürlichen Kunst. Siehe "Bilder zur Bibel" http://phaidra.univie.ac.at/detail_object/o:472253 Beginn einer jüdischen figürlichen Kunst in der Synagoge von Dura Europos: Darstellung der Ezechielvision von der Auferstehung der Toten unter Einfluss der römisch-griechischen trichotomischen Anthropologie (der Mensch besteht aus soma, pneuma und psyche) Nach einer jahrhundertelangen Pause setzt die Figuralkunst im Judentum wieder in der Mitte des 13. Jh. in Europa ein. Es entstehen verschiedene Themen, zum Teil unter Einfluss der christlichen Kunst, zum Teil unabhängig (Darstellungen jüdischen Brauchtums; Themen, die von antichristlicher Polemik geleitet sind) Arba’a Turim aus Mantua, Italien, 15. Jh. (Vatikan, cod. Ross 555, fol. 220r): Darstellung einer Hochzeitsszene zur Illustration eines Textabschnittes über das Eherecht. Die Darstellung stammt von einem christlichen Maler und spiegelt die Tatsache wider, dass Juden den Zeitgeschmack der christlichen Umgebung teilten. Italienischer Psalter in Parma (Biblioteca palatina, MS Parm3236, fol. 2r): Randillustrationen mit putti und Vögeln und eine Initialworttafel mit einem Brustbild Davids. Letztes Viertel des 15. Jh.: Einführung des hebräischen Typendrucks zunächst in Italien (Soncino). Die Rahmenornamentik entstammt der Kultur der Umgebung (Ranken, putti, wilde Tiere). Neben diesen Beispielen zeitgemäßen Geschmacks in der Rahmenornamentik wurde auch die figürliche Kunst gepflegt, so z. B. In der Holzschnitt-Bilderbibel des Moses dal Castellazzo (Venedig, 1521). Dal Castellazzo verwendete christliche Bibeln mit Holzschnitten als Modelle (Kölner Bibel, Blockbücher, Schedels Weltchronik), daneben auch ältere christliche Handschriften. Um die Mitte des 16. Jh. wurde das gedruckte Medium auch zur Herstellung illustrierter Haggadot verwendet (Mantua Haggada, 1560, Venezianische Haggada, 1609). Auch diese reflektieren den Geschmack ihrer christlichen Umgebung. Während des 16. Jh. ist die jüdische Kultur in Italien aktiver als nördlich der Alpen. Hier entsteht 1526 die Prager Haggada Diese frühneuzeitlichen Holzschnitt Haggadot verarbeiten mittelalterliche Vorlagen aus der jüdischen Buchkunst und verbinden diese mit (vorwiegend ornamentalen) Elementen der Renaissancekultur der Umgebung. Seit Beginn des 17. Jh. verlagert sich das Zentrum der jüdischen Buchkultur nach Amsterdam. Hier entstand 1690 die Amsterdamer Kupferstich-Haggada, mit Matthias Merians Kupferstich Bibel von 1627 als Vorlage. Diese erfreute sich besonderer Popularität innerhalb der christlichen Gesellschaft. Der Bildschmuck der Amsterdamer Haggada übernimmt biblische Szenen, die für den Ablauf der Haggada relevant sind. Die rituellen Szenen hingegen übertragen biblische Kompositionen und übersetzen sie in Darstellungen jüdischer Rituale. In einer zweiten Auflage (1712) wurde das Repertoire der rituellen Darstellungen noch um einiges erweitert. Barockhandschriften: Siehe:("Jüdische Barockillustration") http://phaidra.univie.ac.at/detail_object/o:474484 und ("Jüdische Barockmalerei") http://phaidra.univie.ac.at/detail_object/o:474519 (Autorin: Katrin Kogman-Appel) Das dazugehörige Bildmaterial, welches vom Center of Jewish Art (Hebrew University, Jerusalem) zusammengestellt wurde findet sich unter: http://phaidra.univie.ac.at/detail_object/o:525995

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Ansatz zum heilgeschichtlichen Verständnis des Judentums vom neuen Testament bis zum Hochmittelalter
In diesen beiden kurzen Notizsammlungen diskutiert Professor Kurt Schubert einerseits die Auslegung des Judentums im Christentum, sowie die Beziehung zwischen der katholischen Kirche und der jüdische Religion. Auch die Beziehung zwischen den Fächern der katholischen Theologie und der Judaistik wird im Rahmen dieser Materialsammlung erläutert.

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Österreich 1938: Mythos und Wirklichkeit
In Stichworten gibt Professor Kurt Schubert die Geschichte des Judentums in Österreich wieder, wobei er sich auf die Epochen der Neuzeit und Gegenwart konzentriert. Als Ausblick dient der Anschluss Österreich 1938.

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Austrian Contribution to the Research of Jewish Art
Erste Publikation zur jüdischen Kunst erfolgte in Wien (von Schlosser und Müller mit ihrer Publikation der Sarajewo Haggada, 1898): Auftakt dieses Forschungsbereichs Kurzer Abriss der folgenden Forschung in Deutschland und archäologischer Ausgrabungen in Israel In der Nachkriegszeit wurde das Wiener Institut für Judaistik zu einem Zentrum für Interessen an der jüdischen Kunst. Ausgangspunkt war die Entdeckung der alt-testamentlichen Malereien in der römischen Katakombe an der Via Latina, in deren Ikonographie zahlreiche rabbinische Elemente beobachtet werden konnten (Kurt Schubert) Die Methode der Interpretation frühchristlicher Kunst im Lichte der rabbinischen Literatur wurde dann auf weitere Werke ausgedehnt (Ashburnham Pentateuch, Wiener Genesis), die von Schubert und seinem Team bearbeitet wurden (z. B. Günter Stemberger, Su-Min Andreas Ri, und besonders Ursula Schubert selbst mit der Ausstellung "Spätantikes Judentum und frühchristliche Kunst") Gleichzeitig begannen Schubert und sein Team sich für illuminierte hebräische Handschriften des Mittelalters zu interessieren. Dieses Interesse führte Ende der siebziger Jahre des 20. Jh. zur Anlegung einer umfangreichen Bildersammlung zur hebräischen Buchmalerei. 1982 wurde das Jüdische Museum in Eisenstadt, Burgenland eröffnet. Im Folgenden ein Abriss der Beziehungen zwischen spätantiker jüdischer und frühchristlicher Kunst, sowie Beispiele aus der mittelalterlichen jüdischen Buchmalerei (Publikation von "Jüdische Buchkunst" 1984). Einige Projekte wurden von Mitarbeitern und Dissertanden bearbeitet (Katrin Kogman-Appel in einer Dissertation über die Zweite Nürnberger Haggada, Felicitas Heimann in einer Dissertation über die Zweite Darmstadt Haggada). Schuberts Interesse an der "Wikkuach-Thematik": anti-christliche polemische Elemente in der jüdischen Kunst In den achtziger Jahren fand im Jüdischen Museum von Eisenstadt eine Ausstellung über das Hofjudentum statt. Im Zuge der Vorbereitungen erwachte Interesse an der barocken Buchmalerei ("Jüdische Buchmalerei II", 1992), Siehe: http://phaidra.univie.ac.at/detail_object/o:474484 Tätigkeit Heimanns [Felicitas Heimann-Jelinek] als Ausstellungskuratorin an verschiedenen jüdischen Museen Während der achtziger Jahre: Arbeit am Projekt Moses dal Castellazzo und Herausgabe einer Faksimileausgabe 1992: Symposium "Jüdische Wurzeln frühchristlicher Kunst" (Autorin: Katrin Kogman-Appel)

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Der Glaube des Jesus eint uns, der Glaube an Jesus trennt uns
In wenigen Stichworten skizziert Professor Kurt Schubert die Position zu Jesus im antiken Judentum und frühen Christentum. Beiliegend war ein Ausschnitt aus dem Kurier vom Montag dem 9. April 1990: Nr. 97, Karikatur "Das Engelwerk und die Folgen"

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Vortrag: Bilder zur Bibel im Judentum (Celle, Hannover 1990)
1898: Bekanntwerden der Sarajewo Haggada (Aragon, 14. Jh., Sarajewo, Nationalmuseum von Bosnien und Herzegowina) – erstmalige Aufarbeitung des bis damals bekannten Wissens um eine jüdische Bildkunst 1932: Entdeckung der Synagoge von Dura Europos, 244 n.u.Z. Marginalisierung der jüdischen Bildkunst in der Forschung – sowohl des Judentums (wegen des Bilderverbotes) als auch der Kunstgeschichte (wegen der abgelegenen Lage von Dura Europos am östlichen Rand des römischen Reiches) Diskussion des Bilderverbotes von der Bibel bis zur rabbinischen Literatur – vor dem 2. Weltkrieg Annahme von nicht-orthodoxen Randgruppen, während das „normative“ Judentum bilderfeindlich gewesen sei Neue Ansätze in der Forschung nach dem 2. Weltkrieg: spätantike Beispiele und mittelalterliche Handschriften konnten relativ schnell aufgearbeitet werden, während die Handschriften aus dem Barock noch der Pionierarbeit bedurften. Besprechung verschiedener Beispiele von Dura Europos: Auffindung des Mosesknaben und Auferstehung der Toten aus der Ezechielgeschichte (s. Vortrag “Tod und Auferstehung”) Mitte des 6. Jh. Erstarken des jüdischen Nationalbewußtseins: Aufgabe der griechischen Sprache, Hebraisierung der Synagogalliturgie, und im Zuge all dessen auch rigorose Ablehnung einer Bildsprache Erst im 13. Jh. konnte sich die Figuralkunst in der Atmosphäre der mittelalterlichen urbanen Kultur wieder entfalten. Jüdische Künstler konnten sich die Techniken der Buchmalereien im Rahmen urbaner Skriptorien aneignen. Drei Gruppen mittelalterlicher hebräischer Handschriften: Aschkenas: Deutschland und Nordfrankreich Sefarad: Iberien und Südfrankreich Italien Im aschkenasischen Raum ist eine besonders deutliche Abgrenzung dieser jüdischen Buchkunst von ihrer Umgebung festzustellen. Hier spielt die jüdische Kommentarliteratur eine besonders starke Rolle. Diese Kunst zeichnet sich außerdem durch eine Zurückhaltung der menschlichen Figur gegenüber aus: zumeist sind die Gesichter der dargestellten Figuren bedeckt (Genesis-Initiale, Aschkenasische Bibel in der Biblioteca Ambrosiana in Mailand, Würzburg, 1236–38), oder sie sind durch Tierköpfe ersetzt (Gesetzesübergabe, Vogelkopf-Haggada im Israel Museum, Jerusalem, Rheinland, ca. 1300, eschatologische Szenen in der Aschkenasischen Bibel in der Bibliteca Ambrosiana in Mailand); mitunter bleiben die Köpfe ohne Gesichtszüge.1 Kurze Besprechung der Mikrographie (Jonasdarstellung in British Library, MS Add. 21160, Bibel, ca. 1300) Regensburger Pentateuch (Israel Museum): biblische Szenen mit vollen menschlichen Darstellungen. Die Szenen sind stark von der rabbinischen Kommentarliteratur geprägt (Beschneidung des Isaak, Bindung des Isaak) Aschkenasische Haggada-Illustration des 15. Jh. als weiteres zentrales Genre der hebräischen Buchmalerei: Zweite Nürnberger Haggada (London, Sammlung David Sofer, vorm. Schockenbibiliothek): Die Weisen von Bne Braq, ein Thema, das im Text der Haggada erwähnt ist. Die Textillustrationen sind in dieser Handschrift parallel auch von einem fortlaufenden, chronologisch angeordneten Bibelzyklus begleitet (Auffindung des Mosesknaben). Wie zumeist üblich in der aschkenasischen Haggada-Illustration erscheinen die Bilder als ungerahmte Zeichnungen am Blattrand. Die biblischen Illustrationen sind stark von der rabbinischen Kommentarliteratur beeinflusst. In Iberien blüht die Haggada-Illustration im 14. Jh. und trägt einen anderen Charakter, z. B. Goldene Haggada (British Library, Barcelona, c. 1320). Diese Tradition ist einerseits stark von der christlichen Kunst, andererseits von der rabbinischen Literatur geprägt (Turmbau von Babel, Abraham im Feuerofen Nimrods); Sarajewo Haggada (Gastmahl des Josef) Die italienische Handschriftenillustration ist besonders stark von der christlichen Kunst beeinflusst: Parma Psalter, 13. Jh. (Ps. 138: An den Flüssen von Babylon); Parma Pentateuch, 15. Jh. (Beginn von Dtn: Moses spricht zu den Israeliten). Bilderbibel des Moses dal Castellazzo, Venedig: Kopie einer Holzschnittbilderbibel als dem späten 15. Jh. (vorm. Warschau, Hist. Inst., verloren): Biblisches Pesachfest (die einzige Szene für die auch ein originaler Holzschnitt erhalten ist). Alle Bilder sind von hebräischen und italienischen Bildtiteln begleitet. Wie andere jüdische Illustrationstradition ist auch der Zyklus der Castellazzo Bibel stark von der rabbinischen Literatur geprägt (Kundschafter aus dem Heiligen Land). In Italien, wo sich Juden verschiedener Gemeinden befinden, stießen die aschkenasiche und die sefardische Illustrationstradition aufeinander und beeinflußten sich gegenseitig. Seit dem 16. Jh. entstanden gedruckte Haggadot in Italien: Haggada aus Mantua (1560, Fronarbeit in Ägypten, wundersame Vermehrung des israelitischen Volkes - der rabbinischen Literatur entlehnt; Haggada aus Venedig (1609, Titelseite). Die Haggada von Venedig fällt in die Blütezeit des italienischen Buchdrucks, der gegen Ende des 16. Jh. abflaut. Später verlagert sich der Schwerpunkt der europäischen Buchproduktion nach Norden, was sich im jüdischen Rahmen in der Haggada von Amsterdam niederschlägt. Diese Kupferschnitt-Haggada wurden von dem Konvertiten Abraham bar Jakob hergestellt, der sich einer Kupferschnittfolge von Matthäus Merian d. Ä. als Modell orientierte (Schlangenwunder). Im 18. Jh. kommt es besonders in Böhmen und Mähren, aber auch an anderen Orten, zu einer Wiederbelebung der hebräischen Handschriftenkunst, besonders nochmals im Bereich der Haggada-Illustration. Auftraggeber sind Hofjuden, Kaufleute und Bankiers. Das Schreiberhandwerk hatte sich erhalten, da Torarollen immer handschriftlich hergestellt wurden und werden. Zu den Herstellern solcher Handschriften gehören: Joseph ben David aus Leipnitz (Mähren), Uri Feibusch Isaak Segal aus Altona, Juda Löw ben Elija Hakohen aus Leszno. Im Gegensatz zur mittelalterlichen Tradition sind die Illustrationen dieser Maler nicht mehr von der rabbinischen Kommentarliteratur beeinflußt und öffnen damit den Weg zur modernen jüdischen Malkunst. (Autorin: Katrin Kogman-Appel) Das dazugehörige Bildmaterial, welches vom Center of Jewish Art (Hebrew University, Jerusalem) zusammengestellt wurde findet sich unter: http://phaidra.univie.ac.at/detail_object/o:524551

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